07.07.2018

Da ich bisher noch davon ausgehe, dass dieser Trip eine einmalige Aktion sein wird und der Flug deutlich günstiger war, konnte ich bereits Freitagmittag in München aufbrechen und lande somit Samstag früh. Nach langem Warten konnte ich dann auch irgendwann einreisen (Pro Tipp: je weiter vorne in der Maschine, desto besser bei der Einreise) und nach einem kurzen Transfer per Flughafenbahn komme ich auch schon an die Gepäckbändern an, wo mein Koffer bereits Kreise am drehen ist. Die Wartezeit hatte also doch was Gutes.

Am Ausgang wartet ein Fahrer auf mich welcher mich sogleich zum Hotel fährt und dort absetzt. Sehr bequem so, Taxifahrer sprechen meist kein Englisch. Ich komme zwar im Crowne Plaza unter (alternativ hätte es noch ein Marriott fußläufig zur Arbeit gegeben) aber auch die haben um 9 Uhr morgens noch kein Zimmer frei. Also erst mal Koffer abstellen und ab in die Stadt, ist schließlich früh und ich will was von der Stadt sehen!

Ich schau auf meine OSMAnd Karte und wähle den Himmelsaltar (Temple of Heaven auf Englisch) als erstes Ziel für heute aus. Das bisschen Bargeld, welches ich am Flughafen gewechselt habe wird im Hotel noch schnell am Geldautomaten aufgestockt und im Supermarkt gegenüber gegen Wasser getauscht. Trinken ist wichtig und es ist bereits jetzt verdammt warm.
Leider ist das U-Bahn Netz ähnlich schlecht wie die DB und ich muss gefühlt 100 Mal umsteigen. Immerhin fährt nur eine Bahn pro Gleis und die Stationen stehen auch in Englisch auf den Schildern. Nach einer kurzen Orientierung finde ich schnell den Eingang, ignoriere gekonnt die Händler, die einem Plunder andrehen wollen und kaufen das Eintrittsticket und nehme auch gleich einen Audio Guide mit.

Der Himmelstempel bzw. Himmelsaltar (chinesisch 天壇 / 天坛, Pinyin Tiāntán) ist eine Tempelanlage in Peking, in der die Kaiser der Ming- und Qing-Dynastien jedes Jahr für eine gute Ernte beteten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelstempel

Was ich nicht ganz bedacht habe ist der Fakt, dass man doch irgendwann müde wird wenn man praktisch keine Nacht hatte und wenn in einem fremden Land, mit fremder Kultur ganz viele neue Eindrücke auf einen einprasseln. Ich setz mich mal auf eine der Bänke hi…. Ich weiß nicht wie lange ich geschlafen habe, aber es tut gut und ich fühle mich gleich viel besser.

Zum Abschluss geht es noch zum Tiananmen Square, allerdings ist er heute so überlaufen, dass keine Freude aufkommen will.
Irgendwo habe ich wohl noch etwas zu essen aufgetrieben, zumindest bin ich nicht verhungert.