Prolog

Anfang Juni 2018 in einem Münchner Büro Gebäude:
“Hast du schon von dem Projekt in China gehört? Ja? Gut, ist jetzt deins. Flieg mal rüber und bring die Kiste zum Laufen und mach die Chinesen glücklich!”.
So oder so ähnlich hat sich das Gespräch mit meinem Chef zugetragen. Vorbildlich wie ich bin habe ich natürlich nicht direkt einen Flug gebucht, sondern wollte erst mal den aktuellen Stand der Lage ermitteln.  Fragt man vier Leute, bekommt man fünf Antworten…

In der zwischen Zeit hat der Chef-Chef angefangen zu fragen wann ich denn endlich fliegen würde und was ich noch hier in Deutschland mache. Will er mich etwa loswerden? Das geht aber deutlich billiger als mich um den halben Erdball fliegen zu lassen…

Lange Rede ohne Sinn: Am nächsten Morgen gehe ich bei mir im Dorf aufs Rathaus und beantrage einen Reisepass, geliefert am besten bis gestern.
Während ich auf den Reisepass warte muss, breite ich die Visaunterlagen für China vor: was bisher Google und Facebook von mir gesammelt haben, darf man hier im Antrag gleich nochmal angeben.
Auch muss ich noch zum Betriebsarzt und mich durchchecken lassen, bei der Gelegenheit lasse ich auch gleich alle Impfungen auffrischen!
Am Ende habe ich am 21.06 meinen Reisepass in der Hand, am 29.06 das Business Visa für Mainland China drin und bereits am 07.07 landet meine Air China Maschine am Flughafen PEK. Auf gehts!
Da sagt nochmal einer im Großkonzern sei alles langsam.