Nanjing & Suzhou

29.03.2019

Vor der Ausreise hatte ich ein Interkulturelles Training, ein ganzer Tag wird für uns spendiert, um uns irgendwie auf ein Leben in China vorzubereiten. Es ist eine interessante Geschichtsstunde, aber eine Vorbereitung ist es nicht wirklich. Dort lerne ich Christina kennen, die bereits ab Februar in China sein wird. Wir beschließen das wir uns gegenseitig Besuchen werden.
Am 29.03 mache ich nach der Mittagspause Feierabend und begebe mich zur „Beijing South Railway Station“. Die U-Bahn bei der Arbeit fährt zwar dort hin, aber ich bin faul und lasse mich vom Taxi runterfahren. Für gut 10€ kann man das schonmal machen.

Der Bahnhof ist riesig und hat einen Sicherheitsbereich ähnlich wie Flughäfen. Man findet sich auch als Ausländer recht einfach zurecht und ich stelle mich an. Die Bahnfahrt verläuft problemlos und ist absolut pünktlich, hier ist ja auch nicht die DB der Betreiber. In Nanjing stellt es sich das Treffen noch als Herausforderung heraus, da das Ding hier verschiedene Ebenen hat und Christinas SIM Karte nicht aufgeladen worden ist.
Wir schaffen es uns, trotz widriger Umstände, zu treffen und fahren zur Expat-Kneipe in Nanjing. Hier gibt es noch eine Runde Bier, Gespräche und exploding Kittens. Genächtigt wird in Christinas Apartment im lokalen Marriott Hotel, nett wenn das noch im Budget liegt, Peking ist da leider teurer…

30.03.2019

Für heute ist Suzhou geplant, das Zugticket habe ich für uns bereits gekauft und wir müssen nur noch zum Bahnhof und Bahnsteig kommen. Da wir uns nicht auskennen wurde es ein verdammt knappes Ding, aber wir erwischen unsere Bahn doch noch irgendwie.

Suzhou soll das Venedig Asiens sein, kann ich noch nicht ganz nachvollziehen, aber was solls. Wir kommen gegen 12:00 Uhr an und leider ist alles voller Smog. Bevor wir uns zum „Humble Administrator Garden“ aufmachen, gibt es noch etwas zu trinken und ein schnelles Mittagessen.

Der Garten ist ähnlich den Gärten, die ich in Beijing gesehen habe, extra dafür würde ich nicht nochmal nach Suzhou fahren. Aber passt schon, man ist unterwegs, sieht etwas von China und unterhält sich über Gott und die Welt.

Um 20:20 geht der Zug zurück nach Nanjing und diesmal wollen wir nicht zu spät sein, das Abendessen lassen wir uns teilweise einpacke und schaffen es dieses Mal ohne Zeitdruck an den Bahnhof. In Nanjing geht es dann zügig in die Falle. Gute Nacht!

31.03.2019

Um halb 5 abends geht es für mich heute zurück nach Hause, aber davor sind wir noch zum Brunchen mit Kollegen aus Nanjing verabredet die uns heiße Tipps für Reisen in Asien geben werden. Sehr nett, danke!
Die Heimfahrt mit dem Hochgeschwindigkeitszug ist absolut unspektakulär und zuverlässig. Verspätungen sind hier, im Gegensatz zu Deutschland, die Ausnahmen und nicht die Regel…

Ich bin früh genug in Beijing, dass die U-Bahn noch fährt. Ist halt doch deutlich günstiger als ein Taxi. Schön war es in der südlichen Hauptstadt!